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Auf Kurzwelle um die Welt - Faszination Kurzwelle
17-11-2021

Neben der Entwicklung, dem Aufbau und dem Unterhalt von und an Kommunikationseinrichtungen aller Art ist auch die Kontaktpflege zu anderen Funkamateuren in der ganzen Welt ein wichtiges und interessantes Betätigungsfeld des lizenzierten Funkamateurs, und es macht viel Spass sich mit  Gleichgesinnten über Landesgrenzen hinaus und quer durch die Gesellschaftsschichten auszutauschen. Funkamateure nutzen dazu seit Jahrzehnten die Kommunikation über Satelliten. Bei vielen OM’s (Old Man = männlicher Funkamateur) und YL’s (Young Lady = weibliche Funkamateurin) kommt aber erst recht Spannung auf, und es fängt an zu kribbeln, wenn für die weltweite Funkkommunikation natürliche Phänomene wie z.B. die Reflexion von Funksignalen an der Ionosphäre genutzt werden können. Die verschiedenen Schichten der Ionosphäre vermögen es zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten Funksignale unterschiedlicher Frequenzbereiche zur Erde zurück zu reflektieren. Diese Eigenschaft ist – abhängig von der Sonnenaktivität – mehr oder weniger ausgeprägt und durch die Reflexion unserer Funksignalen in unterschiedlichen Höhen können mehr oder weniger grosse Strecken überbrückt werden.

Mit Ausnahme der Sporadic-E Schicht, die im Idealfall Funkwellen bis zu einer Frequenz von 145MHz (VHF) zu reflektieren vermag, wird die Ausbreitung von Frequenzen im Kurzwellenbereich (3 – 30MHz) durch die Ionosphäre beeinflusst. Die Ausprägung der Bildung der einzelnen Schichten der Ionosphäre ist stark vom Sonnenfleckenzyklus abhängig, der einem 11 Jahre andauernden Rythmus unterliegt, wobei in den Phasen der geringen Sonnenfleckenzahlen insbesondere die Ausbreitung der höheren Kurzwellenbänder, d.h. ab 18MHz und darüber oftmals oder gar überwiegend auf die stark gedämpfte Bodenwelle beschränkt ist – die Ausnahme bildet hier das 10m-Band, das als einziges KW-Band auch von der Sporadic-E Schicht beeinflusst wird und unabhängig von der Sonnenfleckenzahl in den Sommermonaten oftmals Verbindungen über Distanzen mit bis zu rund 2’300km mit sehr starken Signalen ermöglicht.

Die Seite DX-Propagation von DR2W gibt einen guten Anhaltspunkt darüber, zu welcher Tageszeit auf welcher Frequenz eine Verbindung in welche Region der Erde möglich ist bzw. wann die Wahrscheinlichkeit für das Zustandekommen einer Verbindung zwischen zwei Regionen am grössten ist.

 

Faszination Kurzwelle

Was löst es denn aus, das Kribbeln in uns Kurzwellenamateuren? Es ist ein ganz besonderes Gefühl das Mikrofon in die Hand zu nehmen und in den Äther zu rufen “CQ DX, CQ DX, this is HB9NBG calling and listening for any calls…”; wird mich jemand hören? Wer wird mir auf meinen CQ-Ruf (CQ=allgemeiner Anruf, DX=Long Distance) wohl antworten? Manchmal ist es ein befreundeter Funkamateur aus der Schweiz, der mir einen schönen Tag wünschen und sich nach dem Wetter in unserem QTH (=Standort) erkundigen will.

Wie sind wohl die Ausbreitungsbedingungen heute? Wooow: Da meldet sich ein Englischer Funkamateur zurück, der mit seinem Auto auf der Autobahn rund um London unterwegs ist – er “funkt” mit einer kleinen Antenne, die auf seinem Autodach installiert ist und erzählt mir, dass es in London aktuell giesst wie aus Kübeln, und dass deshalb der Verkehr rund um die Millionenmetropole arg ins Stocken geraten ist und er etwas Zeit für ein “Schwätzchen” hat. ….drehen wir doch noch einmal übers Band und hören mal rein, ob wir noch jemanden hören, der etwas weiter von uns entfernt ist…. oooohhh, da ruft gerade VK3XXY aus der Nähe von Sydney – hier ist es Herbst, da ist es Frühling – mal sehen, ob er mich hört…? Unglaublich, aber wahr: Wir Funkamateure benötigen keine zusätzlichen Hilfsmittel um uns mit Gleichgesinnten rund um den Globus zu unterhalten – nur unser Funkgerät und unsere Antenne Telefoniert hätten wir wohl kaum jemandem, den wir jetzt über Funk erreicht haben und doch ergeben sich durch weltweite Kommunikation über Kurzwelle immer wieder Freundschaften mit Leuten aus allen Gesellschaftsschichten und aus verschiedenen Kulturen, die ein Leben lang halten – das ist die Faszination Kurzwelle Carine (HB9FZC) und ich (HB9NBG) sind auch immer wieder gerne von unserer Funkanlage zu Hause QRV (=empfangs- und sendebereit) und kennen das Kribbeln der Kurzwellenkommunikation sehr gut; es macht viel Spass so mit anderen Funkamateuren rund um den Globus in Kontakt zu kommen und sich mit ihnen auszutauschen. Eine von hunderten solcher Funkverbindungen haben wir für euch in einem kurzen Video festgehalten: Es war ein Kontakt mit David, W3FOX. Er lebt in Maryland in den USA und gehört zu den unzähligen, begeisterten Kurzwellen-Amateuren rund um den Globus…

Für die Kommunikation über Kurzwelle ist natürlich nicht zwingend eine derart umfangreiche Ausrüstung erforderlich, wie ihr sie in dem kurzen Video sehen könnt. Selbst mit unglaublich kleinem Aufwand an Geräten, Antennen und Leistung gelingen an einem guten Standort wie z.B. im SOTA-Betrieb in den Bergen mit etwas Glück grossartige Verbindungen über den grossen Teich nach USA, Canada oder in die Karibik – Verbindungen mit Funkamateuren in ganz Europa sind täglich möglich, und als SOTA-Funker hat man sehr schnell einen richtigen “Fan-Club” an Funkamateuren, die es lieben mit jemandem in Kontakt zu treten, der sich in einem Berggebiet vielleicht über 3’000m oder gar 4’000m bewegt, wo nicht einmal Handyempfang besteht Das folgende, kurze Video zeigt uns sehr begeistert bei der SOTA-Aktivierung der “Horntube” im Berner Saanenland auf rund 2’000m Höhe, nachdem wir in ca. 2.5 Stunden von Schönried mit unseren Schneeschuhen auf den Gipfel aufgestiegen waren – unser Gesprächspartner war BoB, KD1CT in New Hampshire, USA… 

Amateurfunk-Kommunikation über Kurzwelle ist wirklich etwas ganz Besonderes und sehr Spannendes. Wer gerne mal live erleben möchte, wie es sich anfühlt an dem VFO-Knopf eines modernen Amateurfunk-Transceivers (=Amateurfunkgerät) zu drehen und plötzlich eine fremde Stimme aus  dem Rauschen auftauchen zu hören und mit Leuten rund um den Globus in Kontakt zu treten, die man noch nie gesehen hat, der ist herzlich willkommen, sich Amateurfunk über Kurzwelle mal live bei uns in Grindel vorführen und sich selber vom berüchtigten HF-Virus infizieren zu lassen

…und nicht zu vergessen: 

  • Der Amateurfunk ist die allerletzte Kommunikations-Reserve im Falle von gravierender Zerstörung der Infrastruktur wie Leitungen und insbesondere der Stromversorgung.
  • Der Amateurfunk kann insbesondere der Bevölkerung helfen, wenn sie wegen fehlender Kommunikationsmittel in Not kommt oder entfernte Angehörige und Bekannte informieren sollte.

 

Unser Dank für diese Zusammenfassung und Informationen geht an HB9FZC und HB9NBG


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