DFC
Deutscher Funk Club

Navigation

YAESU 2018
KENWOOD 2018
   
 
ICOM 2018
 

 

 

 
 
:CB RADIO AMATEUR STATION CHICO 1
Name Ralf Schmidt  
QTH Grevenbroich  
DOK JO31HC   
QRV auf CB Funk Kanal 27 | Freenet Kanal 4 | All AFU Bands  
QRV seid 1976  
Skip CHICO 1  

Hey Leute,

Meine Name ist Ralf, geboren bin ich am 19.03.1966 in Neuss und habe bis zum meinem dritten Lebensjahr auf der Kapitelstrasse in der Neusser City gewohnt. Am 01. Dezember 1969 bin ich dann mit meinen Eltern und meinen vier Geschwistern nach Weckhoven gezogen, also von der City aufs Land. Ein Traum für jedes Kind, viel grüne freie Flächen zum spielen. [Wohnzeit in Weckhoven: 01. Dezember 1969 bis Ende November 1986]

Ab hier möchte ich Euch jetzt ein wenig nun von mir und dem Hobby CB Funk erzählen. Also wie alles 1976 bei mir begann.

Auf gehts.....grübel grübel :)

Es war im Juni 1976 als der damalige Freund von meiner Schwester plötzlich mit seinem Datsun 210 und einer eingebauten WALTHAM WT-500 [6 Kanal] vor unserer Haustür auftauchte und sie mir stolz präsentierte. Ich war als junges Kind natürlich sofort begeistert und wollte auch so ein Funkgerät haben. [ich konnte vom Auto aus mit fremden Leuten sprechen die ich garnicht sah oder kannte...für mich unbegreiflich]

Doch zu dieser Zeit sah es wie bei vielen Familien nicht so rosig mit dem Geld aus, ausserdem hatten sich meine Eltern gerade scheiden lassen und ich hatte noch vier Geschwister, also alles sehr sehr schwer für meine Mum. Also ging ich zu einem Bauern und half dort nach der Schule um mir meinen Traum vom eigenen Funkgerät zu erfüllen.

Doch so wie es aber der Zufall wollte hatte mein Schwager schon nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr am funken und schenkte mir seine WALTHAM WT-500 inklusive einer Mega langen Mobilantenne. Ich glaube es war eine von der Firma SIRTEL.

WALTHAM WT-500

Hurra dachte ich mir, jetzt konnte ich endlich loslegen. Doch bevor es ans große Funken ging, brauchte ich noch einen Skip [Rufname]. Nach kurzer Überlegung gab es für mich nur einen einzigen und dieser, ist bis heute gleich geblieben. Ich nannte mich nun ab sofort über den CB Funk CHICO 1.

Da es sich aber um ein Mobilgerät handelte und ich mächtig Angst vor der Post hatte, baute ich das ganze erst einmal inklusive einer Autobatterie in eine große braune Holzkiste mit Rädern drunter, so war das ganze wenigstens noch Mobil und mir konnte niemand etwas anhaben. Nach ein paar Tagen kam zufällig einer meiner Nachbarn vorbei und erklärte mir dass die Antenne als Gegengewicht Masse/Metall benötigt um eine optimale Stehlewelle zu erreichen. Ich guckte ihn mit großen Augen an und verstand die Welt nicht mehr. Ich dachte mir so "was will der eigentlich von Dir"....doch das Gespräch mit ihm liess mir keine Ruhe. Also fragte ich über Funk nach, ob das so stimmen würde. Ich bekam als Antwort ein ganz klares JA, man könnte sogar so das Gerät kaputt machen.

Ich bekam ein wenig Angst und machte das Gerät sofort aus. Nach einer schlaflosen Nacht und vielen wirren Gedanken kam mir eine glorreiche Idee. Ich besorgte mir einen alten Einkaufswagen, war ja aus Metall [NEIN NICHT GEKLAUT] und ging damit in unsere Garage. Ich baute also alles in meinem Einkaufswagen um und siehe da, der Empfang und die Reichweite war tatsächlich um vieles besser geworden. Das ganze Vehikel [sah schon komisch aus] stand nun bei uns in der Garage, die leider ohne Strom war, also musste ich spätestens nach zwei Tagen die schwere Autobatterie nach Hause tragen und dort über Nacht aufladen. Nach ein paar Wochen konnte ich dann aber meine Mum davon überzeugen, dass es doch sicherer und einfacher für mich wäre wenn ich das ganze auf dem Balkon stellen würde.

In der Zwischenzeit hatte ich dann etwas Geld zusammengespart und kaufte mir mein erstes Handfunkgerät um auch wirklich richtig Mobil sein zu können. Eine DNT HF-13 war meine Wahl, sie kostete damals glaube ich fast 200,00 DM. Stolz wie Harry zog ich dann damit los.

DNT HF-13

Natürlich auf dem Fahrrad, mit Mobilantenne auf dem Gepäckträger und meinen Satteltaschen die mit Reserve Batterien, Trinken, Butterbroten und Regenjacke gepackt waren. Es war für mich die pure Freiheit, ein Stück Abenteuer und vorallem die vielen Erfahrungen, die ich zu dieser Zeit damit gemacht habe und mich heute noch begleiten.

Irgendwann kam dann der eisige Winter und es machte keinen Spaß mehr draussen auf dem Balkon zu funken, also holte ich mir das Gerät rein und funkte von meinem Zimmer aus. Meine Mum sagte damals zu mir mit erhobenen Zeigefinger, "Wenn die Post dich erwischt bezahlst Du die Strafe alleine". [frag mich bis heute wovon ich hätte das bezahlen sollen].

LONG TIME AGO...Willi Graf Strasse 3 - leider wurde das Haus vor vielen vielen Jahren abgerissen. Dort wo der Pfeil ist stand mein Einkaufswagen mit Funkgerät:)

Rückseite der Willi Graf Strasse

Durch die ganze Funkerrei lernte man sehr schnell viele Leute kennen und somit auch jemand ganz besonderen für mich. Er hat mich viele viele Jahre wie seinen eigenen Sohn gesehen. Die Rede ist von Joe Lichius alias TEXAS NEUSS. Ich lernte ihn, wie sollte es auch anders sein über Funk kennen. Nach ein paar QSO´s mit ihm hatte er mich dann zu sich nach Hause eingeladen. Total nervös ging ich dann die 300 Meter, die er von mir entfernt wohnte hin, sah allerdings keine Antenne von ihm....ups dachte ich mir womit Funkt er denn? Nach dem klingeln öffnete mir eine nette Frau die Türe und bat mich rein. Und da sass er nun...der TEXAS NEUSS, ein erwachsener Mann, verheiratet und drei Kinder. Er begrüsste mich als wenn wir uns schon viele Jahre kennen würden.

Links der Joe alias TAXAS NEUSS, rechts meine Wenigkeit :) 1978

Nach und nach lernte ich dann seine Kinder kennen. Auch sie hatten alle einen Skip und waren vom Funken fasziniert. Der Sohn Friedhelm hieß TRAILER 407, Petra hieß FLIPPER und die jüngste im Bunde, die Stefanie hieß DAISY DUCK. Auch Joe´s Frau die Carla funkte...sie wurde TEXAS CHARLY gerufen :). Ich fragte ihn, wo er seine Antenne ausgebaut hätte, da ging er mit mir in die Küche und ich rannte fast davor. Es war eine kleine Magnetfussantenne, die an dem Küchenboiler klebte. Sie war aber nur für kurze Zeit im Betrieb, danach bekam Joe seine Sigma Avanti 5/8 aufs Dach gebaut. [ein Traum für mich]

Im Laufe der Zeit enstand eine richtige Freundschaft, NEIN eher eine zweite Familie für mich. Fast jeden Tag ging oder fuhr ich mit meinem Fahrrad inklusive Handfunkgerät zum Joe rüber und funkte von da aus. Tauschten und verschickten QSL Karten in die ganze Welt. Sammelten Funk Diplome, Sticker einfach alles was mit dem Funk zutun hatte.

Hier gibt es wohl die größte Patches Sammlung vom CB Funk im Netz. Es waren so viele Aufnäher von verschiedenen Clubs.

Irgendwann merkte ich, dass ich mich in seine jüngste Tochter Stefanie verknallt hatte, aber ich hatte leider die Hose zu voll um mit ihr darüber zusprechen...naja Kinder halt. Wir erlebten trotzdem eine wirklich tolle Zeit zusammen, also meine heimliche Liebe und ich :). [wir haben heute noch Kontakt miteinander].

Hier seht Ihr einige CB FUNK STEMPEL aus den früheren Funkerzeiten.

Ich brauchte unbedingt eigene QSL Karten...!

So ähnlich wie auf dem Bild zu sehen ist, sah meine allererste QSL Karte aus. Den Entwurf dafür machte damals die CB Station RESI-1.

-- RESI war eine super nette Hausfrau mit drei Kindern und einem frisch gebautem Eigenheim mit einer CITYSTAR ANTENNE auf dem Dach und eine METEOR 5000 in der Küche.

Sie Entwarf zu dieser Zeit fast jede QSL Karte und gab sie auch in die Druckerrei. 1000 Stück einseitig kosteteten damals 16,00 DM, beidseitig 21,00 DM

So ähnlich sah damals meine erste QSL KARTE aus

Da die erste QSL Karte von mir sehr schnell weg war, musste mir die Station RESI eine neue entwerfen. Natürlich musste dort ein Fahrrad mit Funkgerät und Antenne drauf sein. So kannten mich ja viele Funker. [jaja ich weiss, ist ein Radio abgebildet, aber zu dieser Zeit gab es leider keine anderen Bilder zum zusammenschneiden].

Meine zweite QSL KARTE, dann mit Fahrrad, Funkgerät und Antenne

Der Joe alias TEXAS NEUSS fuhr zu dieser Zeit einen Volkswagen LT-28, dieser war natürlich auch voll gepackt mit Funkgeräten und Antennen vom allerfeinsten. Irgendwann erfuhren wir dann von einem Funkertreffen etwas weiter von Zuhause weg [weiss leider nicht mehr wo es gewesen ist].

Kurze Hand baute Joe seinen LT-28 zu einem fahrenden Funk, Schlaf, Koch und Wasch Mobil um. Mit diesem umgebauten Transporter fuhren wir nun dann von Treffen zu Treffen. Für mich als Jugendlicher konnte es doch nichts schöneres geben. Wir lernten so viele Funker kennen auf den Treffen, aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien und so weiter.

Petra [alias FLIPPER] vor dem LT-28 - 1978

Ich, beim Frühstücken im LT-28 - 1978

Und so wurde im LT-28 geschlafen, es war alles da was man brauchte - 1978

Dann geschah irgendwann ein Wunder für mich, mein damaliger Nachhilfelehrer kaufte mir [weil ich gut in der Schule war] meine erste Feststation, eine LEHNERT HS-120. "Leute ich kann euch sagen, dass war für mich wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen". Ich funkte Tage und Nächte lang, es war einfach nur schön.

LEHNERT HS-120

Ich merkte dann aber auch sehr schnell, dass ich mit meiner kleinen Mobilantenne nicht besonders weit kam. Also verkaufte ich meine Waltham und holte mir eine Hochantenne von SIRTEL 5/8 und befestigte diese am Balkongeländer. [dritte Etage, ganz oben, drei Meter mit Rohr über dem Dach] Monatelang gab es keine Probleme mit der Antenne, bis plötzlich der neue Hausmeister vom Bauverein vor der Tür stand. Er sagte meiner Mum, dass ich sie abbauen müsste. Als ich aus der Schule kam sagte es mir meine Mum. Ich rannte in mein Zimmer und heulte ohne Ende.

Sollte das mein Ende des Funkens sein? Nein! Ich baute sie Tagsüber ab und sobald es dunkel wurde, baute ich sie wieder auf. War zwar sehr lästig, aber ich konnte funken. Zu dieser Zeit hatte ich riesen Probleme mit meinem rechten Knie. Ich hatte von 365 Tagen im Jahr mindestens 250 Tage einen Gips darum. Ich konnte nicht wie andere Kids draussen rumspielen, also wurde das funken für mich das wichtigste der Welt zu dieser Zeit. Meine Mum fuhr extra für mich nach Neuss zum Bauverein und bat um ein Gespräch mit dem Oberguru Herr Schledern. Sie erklärte ihm alles und bat darum mir eine Erlabunis zu erteilen, die Antenne fest am Balkongeländer aufbauen zu dürfen. Und siehe da, es gab wirklich noch nette Menschen. Herr Schledern gab die Erlaubnis und ich konnte somit auch Tagsüber wieder funken.

Auch heute noch einer meiner Lieblingsfilme. CONVOY aus dem Jahr 1978. CB Funk und Trucker...eine perfekte Kombination. Klickt auf das Bild und ihr könnt Euch den Film komplett ansehen.

In meiner direkten Nachbarschaft gab es unendlich viele CB Funker, auch direkt bei uns im Haus. Mein Nachbar, der Herr Schulz alias ELSTER, hatte sehr gute Kontakte zum Bauverein und so blieb es nicht aus, dass er seine Hochantenne auf dem Dach aufbauen durfte. Mein Glück war es dann ca. ein bis zwei Jahre später, dass er mit dem Hobby aufhörte und ich seine Antenne übernehmen konnte. Also noch etwas höher und direkt eine 5/8 aufm Dach. Dies war unglaublich für mich.

Zu meinem 12 oder 13 Geburtstag erfüllte sich ein weiterer Traum für mich. Meine Mum sparte jeden Pfennig zusammen, um mir mein aller erstes Standmikrofon kaufen zu können. Es war ein TURNER +3B, direkt passend angelötet für meine LEHNERT HS-120. Leute, war das eine Hammer Modulation...ich hatte Tränen in den Augen, als meine Mum mir das Mike schenkte.

TURNER +3B

Obwohl das Geld bei uns öfters echt sehr knapp war, versuchte meine Mum immer alles um uns glücklich zu machen und uns Dinge zu ermöglichen, wovon wir träumten. Sie arbeitete nur für Uns und unsere Träume und ließ Ihre dafür immer nebensächlich. Ich bin ihr so dankbar für alles was sie für uns getan hat.

Ich fuhr mit dem Fahrrad zu verschiedenen Funkertreffen oder auch im Sommer zu unserem Breakerhügel. Dort trafen sich viele Funker aus der Gegend mit den Autos und Mopeds, oder wie ich, mit dem Fahrrad. Der Breakerhügel lag direkt an einer Schrebergartenanlage, eigentlich war die Zufahrt für Autos gesperrt, aber die Ordnungshüter drückten immer ein Auge zu, weil sie wussten, dass wir das Gelände immer sauber verlassen würden.

Zu dieser Zeit bekam mein Fahrrad so richtig viele Kilometer auf dem Buckel. Ich fuhr fast jeden Tag durch die Gegend und hielt Ausschau nach Funkantennen und sobald ich eine sah, klingelte ich und fragte nach einer QSL Karte. Es war unglaublich wie viele ich alleine dadurch gesammelt habe.

CB Funk Literatur wurde intensiv gelesen

Irgendwann tauschte ich dann mein erstes Handfunkgerät, die DNT HF13, gegen eine UNIVERSUM BSG 3272 De Luxe ein. Der Tausch kam dadurch zustande, dass mir ein Funkerkollege, den ich eigentlich garnicht kannte sondern nur durch das klingeln bei ihm an an der Haustüre und dem tausch von QSL Karten den Tausch anbot.

UNIVERSUM BSG 3272 De Luxe

Ich freute mich riesig darüber und fuhr mega stolz damit nach Hause. Am nächsten Tag ging es dann wieder los mit dem Fahrrad und natürlich mit meinem neuen Handfunkgerät, gekoppelt an der Mobilantenne am Gepäckträger führte ich von unterwegs aus viele nette QSO´s.

Zur damaligen Zeit war das irgendwie alles völlig normal, niemand drehte sich um oder sagte etwas dazu. Doch eines Tages kam dann bei mir die völlige Enttäuschung. Eines Abends fuhr ich wie immer mit meinem Fahrrad zu meinem Funkerkollegen Joe [TEXAS NEUSS], stellte mein Fahrrad abgeschlossen bei ihm vor die Türe, nach etwa 2-3 Stunden wollte ich dann wieder nach Hause fahren, als ich raus kam traf mich fast der Blitz.!

Mein Fahrrad war weg, inklusive der Mobilantenne, Handfunkgerät und den teuren Satteltaschen [die ich mir durch die Arbeit beim Bauern gekauft hatte]. Es brach meine kleine eigene Welt zusammen. Als ich Zuhause ankam erzählte ich es meiner Mum, sie versuchte mich zu trösten, doch der Verlust war für mich riesen groß gewesen. Tagelang konnte man mit mir nichts anfangen, ich lief viel durch die Gegend herum ,in der Hoffnung meine Sachen irgendwo doch noch zu finden, doch leider alles ohne Erfolg.

Mein Fahrrad wurde mir inklusive Funkgerät, Antenne und Satteltaschen gestohlen.

Ungefähr 4 Monate später kam ich an einem Freitag von der Schule, vor unserer Tür stand ein nagel neues Fahrrad, ich dachte mir so beim vorbeigehen ,, boah ist das cool, wäre es doch nur meins". Als ich in die Wohnung kam, saß meine Mum mit einer Nachbarin im Wohnzimmer. Ich ging zu ihr und sagte ihr [wie es sich gehört] ,,Hallo'' und gab ihr einen Kuss auf die Wange. In dem Moment nahm sie mich in den Arm und gab mir einen Schlüssel und sagte ,,Der ist für das neue Fahrrad, was für dich draussen vor der Türe steht". In selben Augenblick schossen mir die Tränen in die Augen. Ich heulte vor lauter Freude und auch Dankbarkeit, was meine Mum da für mich gemacht hatte.

Ich habe mir lange Zeit Gedanken darüber gemacht woher sie das Geld dafür hatte, schließlich waren ja auch noch meine anderen Geschwister da und auch sie hatten Wünsche. Viele Wochen später erzählte mir dann meine Schwester, [sie wohnte zu dieser Zeit schon nicht mehr bei uns] dass es alles mit meinen Geschwistern so abgesprochen gewesen wäre und das alles gut sei. Ehrlich Leute, bis heute bin ich so stolz auf alles was meine Mum für uns in dieser schwierigen Zeit getan hat.

Meine Glücksträhne hielt an! So bekam ich von einem Funkerkollegen eine GRUNDIG CBH-2000 angeboten. Ich dachte mir so ,,Wie willst Du die jemals bezahlen können?". Doch er wollte kein Geld von mir, sondern dass ich ihm hin und wieder in seinem Garten etwas helfe würde.

GRUNDIG CBH-2000

Ich willigte natürlich ein und erfreute mich über dieses geile Funkgerät. Als ich damit nach Hause kam, musste ich es lange meiner Mum erklären von wem ich es habe und vorallem wie ich es bezahlen würde. Sie sagte: ,,Ok, mach Du mal, solange es nicht geklaut ist oder du schulden machst''.

Der CB Funk machte einfach keinen Halt, vor niemanden. An jedem dritten - viertem Haus stand eine Funkantenne auf dem Dach oder auf dem Balkon. Alle tummelten sich auf 12 Kanälen, dass es dort hin und wieder Streit untereinander gab war völlig normal. Jeder wollte stärker sein als der andere, so wurden Brenner benutzt, sogar Richtantennen kamen zum Einsatz. Doch es wurde einfach zu viel auf nur 12 Kanälen.

Im Jahr 1981 kam dann der Durchbruch im CB Funk.

1975 gab das damalige Bundesministerium für Post und Telekommunikation ja nur 12 Kanäle für den CB Funk frei, doch im Jahr 1981 kamen die ersten 22 Kanal FM Geräte raus, also 10 Kanäle mehr und dann auch noch FM. Durch Zufall konnte ich dann eine STABO XF-2000 ,mit sage und schreibe 0,5 Watt Ausgangsleistung, gebraucht kaufen [der Funkerkollege hatte sie ca. 6 Wochen nur in Betrieb].

STABO XF-2000

Somit war ich dann einer der ersten, die auf FM funkten. Es war ein tolles Gefühl, endlich etwas mehr Ruhe auf Funk. Kanal 19 war damals der Trucker Kanal. War manchmal echt interessant was die sich zusagen hatten.

Gerade mal zwei Jahre später, kam dann von dem Bundesministerium für Post und Telekommunikation die Erteilung auf 40 Kanal Funkgeräte. Die Frequenzzuteilung war wie folgt: Kanäle 1 bis 40 mit maximal 4 Watt Sendeleistung in FM und die Kanäle 4 bis 15 mit maximal 1 Watt Sendeleistung in AM.

Auch hier war ich dann einer der ersten, die sich an einer STABO XF4012N erfreuen durften. Ich verkaufte meine STABO XF-2000 für exakt das gleiche Geld, welches ich zwei Jahre zuvor dafür bezahlt hatte. Die Differenz die mir fehlte gab mir der Bauer dazu, bei dem ich arbeitete.

STABO XF4012N

Er meinte, ich wäre ein fleissiger, ehrlicher junger Mann und er würde sich darüber freuen, wenn er mir damit eine Freude machen könnte. Ich konnte mein Glück garnicht fassen, 40 Kanäle und 4 Watt Sendeleistung zum funken. Es war der Hammer zu dieser Zeit.

Durch ein paar Tauschgeschäfte und Autowäschen konnte ich mir dann passend zur STABO XF40122N ein richtig tolles STABO OPTIMIKE kaufen.

STABO OPTIMIKE

Es reichte mir aber noch lange nicht an Funksachen. Um mir das ganze Hobby weiter zu finanzieren und zu erweitern, arbeitete ich viel nach der Schule und so kamen nach und nach immer mehr Funksachen in mein Zimmer. Meine Mum hatte damals echt ein wenig Angst gehabt, wenn sie in mein Zimmer kam. Überall Funkgeräte, Kabel und Elektronik.

Ach so, bevor ich es vergesse. Meine Mum zahlte auch für mich die monatlichen Funkgebühren von Anfangs 15,00 DM und für jedes weitere Gerät 5,00 DM.

Die Jahre verstrichen wie im NU und der CB Funk prägte meine Jugend extrem stark. Ich könnte noch so vieles schönes Hier aufschreiben, was ich in all den Jahren erlebt habe, aber ich denke mal dieser kleine Einblick sollte erst einmal genügen.

Eins muss ich aber dennoch loswerden. Die schönste Zeit die ich als Jugendlicher erlebt habe, waren die ersten 15 Jahren mit meinem geliebten Hobby, dem CB FUNK. Ich vermisse diese tolle unbeschwerte Zeit.

Kurze Anmerkung: Auch heute noch mit fast 53 Jahren auf dem Buckel, betreibe ich den CB Funk noch, natürlich Inklusive dem Amateurfunk.

55-73 de CHICO 1, Ralf

Ich 2018

 

 

Bericht über CB-Funk 1978


Frühere CB Funk Literatur


 

DNT HF-13

UNIVERSUM BSG 3272 De Luxe

Waltham WT-500

Lehnert HS 120

Grundig CBH2000

Stabo xf2000

Stabo xf412n

Zetagi BV130

Stabo Optimike

Turner +3B

 

Skips die mir von damals so noch einfallen:

  • Mama Tango
  • Resi
  • Heino
  • Audi 1+2
  • Mobby Dick 1-5
  • Conny 3
  • Ufo
  • Jupiter
  • Bronco
  • Pipi Langstrumpf
  • Trailer 407
  • Daisy Duck
  • Flipper
  • Micky 1
  • Nautilus
  • Forelle
  • Der Unsichtbare
  • Saturn
  • Drossel 1
  • Elster
  • Sierra
  • Gilde 1 +2
   
  • Rubber Duck
  • Texas
  • Texas Charly
  • Bismarck
  • Pusteblume
  • Antenne 1
  • David
  • Walter
  • Turbo
  • Wicky
  • Pepe
  • Karibus
  • Bianchi
  • Brauner Bär
  • Spinne 1
   
   

 

 
 



www.deutscher-funk-club.de